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23.05.09 - Erste gewinnt gegen ESV 2.
Samstag 15.00 Uhr - Der Ball rollt... ...doch nur 10 Sportfreunde sind dabei. Die Leiden der goldenen Generation nehmen an Tagen, wo der gemeine Workaholic seinen Körper gegen neun anweist, von der Bauch- in die Rückenlage zu wechseln, zu. Wie die Mannschaft jedoch, allen Hiobsbotschaften zum Trotz, bei der 2. Vertretung des ESV auftrat, nötigt auch den pessimistischsten In- und Outsidern größten Respekt ab. Bedenkt man, dass unter den zehn anwesenden Akteuren mit Ringo Groß und Torsten Schumann, zwei eigentlich noch angeschlagene Spieler, Ihren Körper und Geist im Sinne der Mannschaft zur Verfügung stellten, ist der Erfolg nicht groß genug zu beurteilen. Doch genug der Lobhudelei, kommen wir zum sportlichen Teil. Die Vorgaben von Trainer Mathias Behr waren angesichts der 45-minütigen Unterzahl klar. Ständiges Verschieben der sich im Mittelfeld befindlichen Akteure, um somit die Räume für den Gegner eng zu machen. Dabei sollte man weitesgehend "die Zügel in den eigenen Händen behalten", damit es nicht, wie Tags zuvor, zu unangenehmen Ausbrüchen wildgewordener Rheinländer oder in diesem Fall morgenluftwitternden ESV`lern kommt. Die Gastgeber von Anfang an bemüht, die Ihrerseits so wichtigen 3 Punkte gegen den drohenden Abstieg am Emmrich-Ambros-Ufer zu behalten, Löbtau, von kleineren Fehlern abgesehen,gewohnt sicher im Defensiv-Verbund. So plätscherte das von tiefstehender Sonne begleitete Spiel vor sich hin, ehe sich Comebacker des Tages Ringo Groß erstmalig einem Gegentreffer entgegenstellte. Beim anschließenden zweiten, abprallenden Ball fühlte sich jedoch niemand so richtig zuständig, so das dieser vom ESV-Angreifer ohne große Bedrängnis zum Mitspieler weitergeleitet werden konnte, der dann aus leicht abseitsverdächtiger Position zum 1:0 einnicken konnte. (28.) Vom Gegentreffer wenig geschockt begann Löbtau nun endlich den Ball erstens in den eigenen Reihen zu halten und zu guter Letzt Nadelstiche nach vorn zu setzen. Erst scheitert Dittmar per Freistoß aus spitzem Winkel am Keeper des ESV und des leider nicht installierten Chips im Ball, danach passt Reitmeyer zu Dittmar, der dann aufgrund eines guten Laufweges von Robert Thomalla wenig Mühe hatte, den sich zu erholenden Stürmer auf die Reise zum 1:1 zu schicken. Abgezockt mit einem Heber über den herauslaufenden Torhüter vollendet dieser den schön vorgetragenen Konter. (39.) Und weiterhin gab es gute Nachrichten auf Seiten der Weiß-Blauen zu verzeichnen. Wohl einigen Verkehrssünden zum Trotz, trafen Patrick Bruntsch und Steffen Schenke "pünktlich" vor Beendigung der ersten Halbzeit und Ersterer sich überraschend in die Torschützenliste ein. Mit seinem ersten Ballkontakt und dem von Haus aus schwächerem rechten Hilfsmittel zu Ballbeförderung, schloss Bruntsch einen abermals guten Angriff, inszeniert von "La Lanterna" Torsten Schumann, zum 1:2 ab. (44.) In der Fußballersprache nennt man solche Begebenheiten, so glaubt der Verfasser dieser Zeilen zumindestens, Genickschlag - bei dem selbst der gute Schiedsrichter nicht anders konnte, als die Gastgeber und die Gäste erst einmal zur Einnahme elektrolytischer Getränke zu bitten. Dort angekommen begrüßte man "Just in Time" mit Jan Röher und Carsten Wolf zwei weitere Nachzügler, und verabschiedete mit Bitterlich den nächsten Samstagsgestressten Zögling. Die zweite Halbzeit dann ein Spiegelbild der beeindruckenden sich fortsetzenden Serie von 10 ungeschlagenen Spielen (davon 9 Siege). Löbtau nun fortan spiel- und sehenswert kombinationssicher. Wolf mit fantastischen Direktspiel in den freien Raum zu Reitmeyer, der quer zu Röher und da dieser dem Schauspiel in Nichts nachstehen wollte, nimmt er den Ball 4 Meter vor dem Tor noch in aller Seelenruhe an, um ihn dann sicher über die Linie zu schieben. (60.) Wenn man zu diesem Zeitpunkt noch Abstriche machen will, dann vielleicht dass man soviel Gefallen am Spiel gefunden zu haben schien, dass das Toreschiessen quasi in den Hintergrund rückte. Röher hätte dabei, ehe er den Ball in der 79. Minute mit purer Gewalt unter die Latte hämmerte, noch zweimal jubeln müssen - scheiterte jedoch zum einem am guten Reflex des Torhüters und dem sich im Training angeeigneten Auswinkeln des linken Fußes. Kurz durchatmen musste man nochmals in der 86. Minute als Torhüter Groß unglücklich mit dem eigenen Mann zusammenprallte und nach kurzer Erholungsphase dann doch gegen Steffen Schenke ausgetauscht werden musste (wo war da der Schwamm???). Zur Beruhigung aller sei aber erwähnt, dass Vater, Mutter und Kind wieder wohlauf sind. Man könnte sicher noch einige Szenen der 2.Halbzeit herausheben, wie z.Bsp. Kommunalpolitiker und Historiker Lars Röher sich seinen langen Atem für einige Runden quer über den Platz diesmal nicht aus dem Sauerstoffzelt holte, sondern mit gutem Beispiel für die Bürgerinnen und Bürger des Dresdner Westens voran ging und es sich andeutet, dass ihm auf der Ziellinie des Wahlkampfes eben nicht die Puste ausgeht (Dürrweitzschener Äpfel sei Dank).
Oder das der schon fast unheimliche Auftritt von "El Preciso" Rene Reitmeyer ( 8 Tore in 5 Spielen ) diesmal mit "nur" zwei Vorlagen "gestoppt" wurde. Aber es gibt ja noch zwei weitere Spiele, wo die goldenen Generation zeigen will, dass mit Ihr in der nächsten Saison durchaus zu rechnen ist.
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