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Sommerturniere Jugend 21./22.06.2008


 

30.03.2008 - Erste vs. Post II. 2:2

 

Serie der 1. Männer erleidet Dämpfer - "Später Postmann klingelt zwei Mal an der Malterstraße"

Mit zwei Treffern zu einem Zeitpunkt, als keiner mehr mit ihnen rechnete, sorgte der Post SV Dresden II am Sonntag in der Dresdner Stadtliga für das Ende der Siegesserie der SpVgg Dresden-Löbtau. Nach vier Siegen musste sich die 1. Männer im Ortsderby diesmal "nur" mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Dass es am Ende lediglich einer statt der angepeilten drei Punkte wurde, hatten die Blau Weißen sich selbst zu zu schreiben.


Nach einem beherzten Beginn der "Postmänner" wurde schnell klar, dass die Gäste von der Hebbelstraße keines Wegs der Elf vom 8:3-Hinspieldebakel glichen. Vielmehr agierte die Post aggressiv und machte so der Spielvereinigung das Leben unbequem. Dennoch behielten die Hausherren die Nerven und kamen nach einer etwas pomadig wirkenden Anfangsphase Mitte der ersten Hälfte besser in die Partie. Jedoch benötigte es den Herrn Zufall, um das erste Tor herbeizuführen. Einen Abpraller von Carsten Wolf verlängerte ein Abwehrspieler der Gäste in der 22. Minute direkt auf den Kopf von André Richter, der das Geschenk dankend annahm und zum 1:0 einnickte. Wenig später hatte Wolf den zweiten Löbtauer Treffer selbst auf dem Fuß. Jedoch scheiterte er nach sehenswerten Umkurven der gesamten Post-Defensive mit seinem Schuss am Querbalken. Somit lieben beide Teams beim Kabinengang weiterhin auf Augenhöhe.

Und auch nach Wiederanpfiff blieben die Gastgeber einen erkennbaren Klassenunterschied schuldig. Zwar blieb Löbtau spielbestimmend, aber in Tore ummünzen konnten die "Filigranen" von der Malterstraße ihre größeren Spielanteile nicht. Einfach zu kläglich ging man mit den Torchancen um. Allein Torschütze André Richter hätte noch ein oder zwei Treffer nachlegen können, doch nachdem sein 20-Meter-Kracher in Hälfte eins nur den Weg an den Pfosten fand, senkte sich sich auch ein Lupfer des ballgewandten Stürmers nicht in die Maschen. So legte Richter schließlich nicht selber nach, dafür aber zum 2:0 (59. Min.) auf. Ausputzer Jens Bitterlich hatte mit einem aggressiven Pressing an der Mittellinie das Leder erkämpft und für Richter vorgelegt. Der Ballzauberer wiederum belohnte Bitterlichs Einsatz, in dem er im Strafraum noch einmal auf Bitterlich querlegte.

Mit einer komfortablem Führung schien somit gut eine halbe Stunde vor Ultimo für die Blau Weißen das Geschehen einmal mehr einen positiven Verlauf zu nehmen. Doch, dass der Schein manchmal auch trügerisch sein kann, ist bekannt - vor allem in Derbys. So kam es, wie es kommen musste: Die kräftezehrende Spielweiße beraubte die Hausherren Mitte der zweiten Hälfte zunehmends ihres Mittelfelds. Der Post SV II konnte numehr schalten und walten, wie es beliebte. Und obwohl es einige Anläufe brauchte, die Mühen der Gäste wurden belohnt.

Zunächst verhalf Löbtaus Verteidiger Eric Heine zu ausgleichender Gerechtigkeit. Einen scheinbar harmlosen Schuss fälschte Heine, der diesmal vor Anfang an auflief und bis dato eine gute Partie bot, unglücklich zum 1:2 (70. Min.) ab. Dem aber nicht genug: Nur zehn Minuten später erlaubte das nunmehr fehlende Löbtauer Abwehrverhalten der Angriffsmaschinerie der Post den Ausgleichstreffer. Einem gelungenen Doppelpass im zentralen Mittelfeld ließ Posts Oldiestürmer einen "Sonntagsschuss" folgen, den Torhüter Ring Groß nicht mehr parieren konnte. Altbekannte Derbygesetze wurde somit wieder untermauert!

Gleichwohl des Remis, Grund zum aufstecken gibt es bei der SpVgg Dresden-Löbtau trotz des unglücklichen Punktverlustes keinen. Zwar rutschte die ELf um Trainer Jörg Preußer auf Rang sechs zurück, doch ein Sieg bei Turbine Dresden kann den "Ausrutscher" am nächsten Wochenende schon wieder beheben. Fakt ist: In Löbtau ist man wieder etwas auf dem Boden zurückgekehrt, was aber durchaus Ausgangspunkt für einen neuen Höhenflug sein kann.