fussball

Sommerturniere Jugend 21./22.06.2008


 

Turbine vs. Löbtau 0:1

 

Gestolpert, aber nicht gefallen - 1. Männer siegt wieder

Die 1. Männer der SpVgg Dresden Löbtau hat nach dem Ausrutscher in der Vorwoche gegen den Post SV II (2:2) gestern wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Durch ein 1:0-(0:0)-Auswärtserfolg bei Turbine Dresden blieben die Blau Weißen auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.

Beeindruckend war jedoch nicht nur der "Dreier" an sich, vielmehr das Zustandekommen. Denn beinah über die gesamten 90 Minuten hatten die Gäste aus dem Dresdner Westen das Spiel unter Kontrolle. Dabei erarbeiteten sich die Mannen von Trainer Jörg Preußer Torchancen für eine komplette Halbserie. Nur im Abschluss haperte es. 

So ließ der erlösende Siegtreffer lange auf sich warten. Nachdem die Spielvereinigung zunächst eine fünfminütige Warmlaufzeit benötigte, ging es nur noch in eine Richtung - nach vorn! Mit guten Kombination trotz des von Pfützen übersäten Geläufs an der Pfotenhauerstraße arbeitete sich die Gäste kontinuierlich an das Turbine-Gehäuse heran. Überraschend stark dabei, der erst 19-jährige Toni Freude, der von Beginn an an der Seite von André Richter und Thomas Friedrich stürmen durfte und auch gleich mit den beiden harmonierte. Mit dem Herzen eines Löwen behauptete der zumeist körperlich unterlegene Youngstar viel Bälle, die es seinen Sturm- oder Mittelfeldkollegen oftmals erlaubten, sich gefährlich nach vorn einzuschalten.

Jedoch, das endgültige Erfolgserlebnis blieb zunächst noch verwehrt. Entweder sauste der Balle am Aluminium vorbei oder die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten verhinderte die Löbtauer Jubelschreie. Es entwickelte sich ein Geduldsspiel, in dem Gert Küchler nach Freistoßablage von André Richter oder aber Carsten Wolf per Kopf sowie "Arne" Friedrich per Fuß die gefährlichsten Chancen ausließen.

Gefährlich blieben unterdessen auch die Hausherren. In gewohnter Manier agierten die Turbine-Kicker mit guten Kombinationsfußball im Angriff, der dann meist über die zweite Welle brandgefährlich wurde. Jedoch zeigte sich Löbtaus Goalie Ringo Ringo Groß bei den zwei heikelsten Situationen Mitte der ersten Hälfte auf dem Posten und parierte souverän. Vielmehr ließen seine Vordermannen dann aber auch für den Rest des Sonntag-Nachmittages nicht mehr zu. Die umformierte Abwehrreihe um Karsten Kaulfuß, blieb mit den beiden bissig und hoch konzentriert kämpfenden Außenverteidigern Eric Heine und Gert Küchler jederzeit Herr der Lage.

Nach einer torlosen ersten Hälfte erlebten die gut 100 Zuschauer, wie sich der Löbtauer Sturmlauf auch in den zweiten 45 Minuten fortsetzte. Im Minutentakt pflügten die Wolf und Reitmeyer die hohen Abschläge der Gastgeber aus der Luft, wie reife Kirchen von den Bäumen. Jeder Ball kam sofort zurück in Richtung Tor des Tabellensiebten. Aber ob bei Küchlers Alleingang (55.) oder Freudes Schlänzer (60.), das Leder wollte einfach nicht rein. Aber dennoch. Wo sich sonst Verzweiflung breit machte, übermannte diesmal die Zuversicht. Hoch fokussiert blieben die Kicker von der Malterstraße ihre Linie treu, bis schließlich die Erlösung kam.

In Minute 70 wurde nämlich der Optimismus endlich belohnt. Weiter Tonangebend hielt Mittelfeldmotor nach einem Einwurf aus halblinker Position von gut 20 Metern einfach mal drauf. Sein Vordermann André Richter touchierte die Kugel nur kurz (aber entscheidend) mit dem Scheitel zum 1:0. Nur Minuten zuvor hatte Richter bei einer ähnlichen Situation das Gehäuse knapp verfehlt.

Aber wer nun dachte die Blau Weißen würden nun einen Gang zurückschalten, der sah sich getäuscht. Vehement drängten sie auf den zweiten Treffer, aber Thomas Friedrich verfehlte in der 79. Minute das leere Turbine-Tor aus einem Meter freistehend - drüber. Als schließlich noch einer der mittlerweile drei hereingebrachten Wechselspieler bei Turbine nach nur einer Viertelstunde "Arbeitseinsatz" mit Gelb-Rot wegen Unsportlichkeit vom Platz flog, war die Partie gelaufen. 

Dem letzte Aufbäumen der bis dato demoralisiert wirkenden Gastgeber hielten die Löbtauer in den Schlussminuten stand. Somit durfte das klar bessere Team (!)  die Früchte der harten Arbeit ernten und drei hochverdiente Punkte mit nach Hause nehmen.

Fazit: Es geht weiter vorwärts an der Malterstraße. Eine Einheit ist weiter am wachsen. Die Erste festigt Rang fünf und bereit ist für das Gipfeltreffen mit Tabellenführer Rotation Dresden am nächsten Sonntag um 11 Uhr auf der Leipziger Straße.