SpVgg Dresden-Löbtau : TSV Cossebaude 2:1 (1:1)
Mit einem verdienten 2:1 (1:1) über den TSV Cossebaude gab die 1. Männer der SpVgg Dresden-Löbtau an diesem Sonntag dem Tabellenführer der Dresdner Stadtliga, Rotation Dresden, einen echten Steilpass, um die Meisterschaft bereits drei Spieltage vor Saisonende förmlich klar zu machen.
Ein Treffer von Robert Thomalla in der 19. sowie ein verwandelter Elfmeter von Andre Richter in der 80. Minute zerschmetterten wohl endgültig alle Cossebauder Aufstiegshoffnungen. Zwischenzeitlich hatten die Gäste durch einen Strafstoß kurz vor der Pause noch einmal Oberluft gewittert.
Wer aufsteigen will, muss dementsprechend auch so spielen. Und der dafür nötige Wille war heute nur auf Seiten der "Blau Weißen" zu erkennen. Nach zwei Wochen Pfingstpause begann die Elf von Trainer Jörg Preußer engagiert, nahm sichtlich motiviert jeden Zweikampf an, während der TSV Cossebaude zunächst zurückhalten agierte.
So war es auch ein gewonnener Zweikampf von Rene Reitmeyer, der in der 19. Minute den Grundstein für das 1:0 legte. Bissig setzte sich der Linksaußen an der Mittellinie durch, um daraufhin mit einem Sahnepass genau in die Gasse zwischen zwei Verteidiger Robert Thomalla auf die Reise zu schicken. Der Pfeilschneller Stürmer erkannte die Situation und ging dahin, wo es letztlich auch weh tat. Dem heraus eilenden Keeper zuvorkommend stibitzte Thomalla das Leder trotz harter Kollision vorbei in die Maschen zur verdienten Führung.
Dass die Gäste vor der Pause zum Ausgleich kamen verdankten sie einem Schnitzer in der Löbtauer Defensive, die kurz vor der Pause dem hohen Spieltempo sichtlich Tribut zollte. So semmelte Libero Gert Küchler in der zweiten Minute der Nachspielzeit unglücklich über den Ball. Überwältigt von den physischen Gesetzen der Schwerkraft taumelte er dadurch direkt an der eigenen Strafraumgrenze in den heranstürmenden TSV-Libero, der daraufhin zu Fall kam. Klare Sache: Elfmeter! Cossebaudes Stefan Mehlig behielt die Nerven und schoss zum 1:1-Ausgleich (45. +3 Min.) ein.
Unbekümmert von dem unglücklichen Ausgleich starteten die "Blues" vor gut 100 Zuschauern an der Malterstraße (darunter auch viele Akteure von Spitzenreiter Rotation) in Hälfte zwei. Trotz großem Kräfteverschleiß blieben die Hausherren am Drücker und erarbeiteten sich reihenweise hochkarätige Chancen. Jedoch verhinderte etwa ein Stockfehler von Wolf (55. Min.), dass der allein vor dem Gäste-Gehäuse einschieben konnten, oder Richters Nervosität (73. Min.), dass der ins leere Tor einschob. Und als dann doch mal ein gefährlicher Fetzer von Reitmeyers linker Klebe (68. Min.) aufs Cossebauder Gehäuse kam, kratzte der TSV-Keeper die Pille aus dem Angel.
So war es letztlich die ausgleichenden Gerechtigkeit des Regelwerks, die die Gastgeber für ihr couragiertes Spiel belohnte. Aus einem Getümmel heraus zog in der 80. Minute ein Löbtauer im Strafraum ab. Da eine Gäste-Akteur den Ball mit der Hand stoppte, blieb dem sehr gut agierenden Referee nichts anderes übrig, als erneut auf den Punkt zu zeigen. Diese Chance ließ sich André Richter nicht nehmen. Er verlud den Keeper mit einem kontrollierten Schuss in die Mitte und sorgte zehn Minuten vor Ultimo für den Löbtauer 2:1-Sieg.
Auch weil die die Kicker von der Malterstraße mal wieder seit langem in Sachen Einsatz und Defensivarbeit bis an ihre Leistungsgrenzen gingen, durften sie sich diesmal über einen Triumph gegen einen "Großen" der Liga freuen.