fussball


 

1. Spieltag 2008/09 - FV Hafen 2:0

 

Solider Auftritt gibt Sicherheit - Topf findet den doppelten Deckel zum Sieg

Mit einem 2:0-Auswärtssieg bei der Vertretung von FV Hafen hat nun endlich auch die Saison der Spielvereinigung Dresden - Löbtau begonnen. Doch dabei taten sich die Schützlinge um Trainer Mathias Behr im ersten Durchgang relativ schwer. Erst nach der Pause und den verbunden Auswechslungen kam mehr Schwung ins Spiel der Blau-Weißen und der Erfolg ließ dann auch nicht lange auf sich warten.

Warten mussten die Zöglinge aus dem Dresdner Westen erst einmal auf Ihren Capitano. Selbiger hatte, wie es sich für einen kommenden Kommunalpolitiker gehört, dass Frühstück mit seiner Frau, nach dem sonntäglichen Kirchenbesuch , etwas zu weit ausgedehnt und war dem angesetzten Treffpunkt ferngeblieben. Folgende Ausflüchte, die Ansetzung wäre ihm auf 11 Uhr im Gedächtnis hängen geblieben, quittierte Kassenwart Ringo Groß mit einem müden Lächeln und bat “el cisne” um Einzahlung.

Sportlich waren somit alle Mann an Bord und man konnte mit dem berühmt berüchtigten Löbtauer Anschwitzen beginnen. Die örtlichen Begebenheiten an der Saalhausener Str. waren nahezu perfekt, womit auch dieses Kapitel zügig und verletzungsfrei absolviert werden konnte. Das Geheimnis über die Aufstellung, die an der Malterstr. behütet wird die Kronjuwelen des britischen Königshauses, wurde entlüftet und alle Spieler, die das Privileg besaßen,  spielen zu dürfen, waren motiviert und guten Mutes nun endlich zu “bebbeln”.

Schnell wurde jedoch allen klar, das es ein mühsamer Saisonstart werden könnte. Zwar konnte man, durch disziplinierte Spielkultur, eine leichte Feldüberlegenheit gelangen, Fruchtbares sprang aber nicht  heraus. Die einzigst nennenswerte Chance, die sich den Löbtauer Kickern in Hälfte eins bot, war ein Schuss von Daniel Protasiuk, welcher aber am langen Pfosten das Weite suchte.

Man deutet freilich weiterhin an, dass man das Spielgeschehen im Griff hatte, konnte allerdings nicht mehr klare Torchancen produzieren. Des öfteren fand der entscheidene Pass nicht den direkten Weg ins Angriffszentrum oder man befand sich bereits in einer regelwidrigen Positionsstellung, dem Abseits. Hafen reduzierte Ihr Spiel weites gehend auf lange Bälle, welche aber bei den Innenverteidigern Karsten Kaulfuß und Lars Röher gut aufgehoben waren. Und auch ein umstrittener indirekter Freistoss am Fünfmeterraum war an diesem Tag nicht genug, um Ihrerseits in Führung gehen zu können.
Folglich bat der Referee, der für seine Stadtligapremiere eine ordentliche Leistung zeigte und mit sensationellem Regelkundefachwissen aufwartete, beide Mannschaften zur Einnahme elektrolytischer Getränke.

Die Erkenntnisse waren allen schnell klar. Es sollte mehr Druck erzeugt, der Gegner früher gestört und schneller gespielt werden. Und Mathias Behr zeigte mit seinen Einwechselungen zur Halbzeit ( Topf für Schumann, Hadamietz für Heine, sowie kurze Zeit später Wolf für Thomalla) ein goldenes Händchen.
Den Zeitraum bis zum umjubelndem Führungstreffer gestalteten die Cosmoskicker dann auch sichtlich gewillt, die ersten drei Punkte auf der Habenseite verbuchen zu wollen. Thomalla mit sehenswertem Kopfball aus leider abseitsverdächtiger Position sowie Topf ebenso per Kopf  hatten das Eckige bereits anvisiert, blieben aber noch erfolglos. So begab es sich also in der 61. Minute, dass der umtriebige Roy Hadamietz sich rechts durchsetzen konnte, sein Haupt erhob und sich mit wilden Gesten des zentral heranstürmenden Robert Topf konfrontiert sah. Schnell interpretierte er dieses Minespiel auf Herausgabe und direkte Weiterleitung des Balles und vollzog die selbstlose Handlung pflichtbewusst.
Topf hatte dann keine Mühe seinen Fuß so auszuwinkeln, dass der Ball den Weg ins Tor finden würde, 1:0!

Kaum hatten einige Anhänger einen Zug Ihrer flüssigen Poesie genossen, drehte sich der Kreisel erneut auf der rechten Seite. Hadamietz mit klugem Pass auf Wolf, welcher seinem Sportkameraden  in Nichts nachstehen wollte. Denn fast identisch wie sein Vorgänger Minuten zuvor,  hob auch er sein Haupt und richtig, Topf blies die Backen auf und wartete sehnsüchtig auf  das Anspiel, welches Ihn zum Mann des Tages avancieren ließ, 2:0 (64.).

Danach verwaltete man, aufgrund steigender Temperaturen, den klug heraus gespielten Vorsprung, ohne aber  das entdeckte Angriffsspiel nicht ab und an aufkommen zu lassen. Wolf, Hadamietz, Topf setzten weiterhin Akzente, was fehlte war dann die angedeutete Übersicht beim Abschluss. Und da Rene Reitmeyer in Punkto Kaltschnäuzigkeit noch den einen oder anderen Kurs der Volkshochschule besuchen muss, blieb es am Ende beim verdienten Auswärtssieg der goldenen Generation! (RD)