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Mühsamer Sieg gegen Weixdorf - Ein alter Leuchtturm leuchtet wieder
“La Lanterna” hallte es nach Spielende minutenlang durchs Löbtauer Rund. Denn nach neunzig überwiegend italienischen Spielminuten und dem herausgesprungenem 1:0-Erfolg über die 2. Vertretung der SG Weixdorf war es ein alten Bekannter, dem die Anhänger mit Szenenapplaus huldigten. Torsten Schumann, welcher vor Jahren auszog um die Welten zu erkunden und nun seiner alten Liebe die letzte Ehre erweisen will, war es, der mit seinem goldenen Tor in der 42. Spielminute die Weichen für den Sieg stellte und somit der SpVgg. die makellose Weste bescherte.
Dabei war es ein beschwerlicher Weg, den die Weiß-Blauen am Sonntag bei optimalen Fußballwetter vor rund 50 Zuschauern begehen mussten. Zwar bestimmten die couragierten Gastgeber in der ersten halben Stunde das Spielgeschehen und hätten nach passablen Schussversuchen bereits durch Reitmeyer (32.) in Führung gehen müssen, wurden danach aber fahriger im Spielaufbau. Dazu gesellten sich viele unnötige Fouls im Halbfeld und schon war die Linie der guten Anfangsphase dahin.
Weixdorf, mit zwei Siegen im Gepäck an die Malterstr. gereist, machte danach ebenfalls einen stabilen Eindruck und konnte das Spielverhältnis optisch ausgleichen. Aber mehr als gelegentliche Salven aus dem Hintergrund ließ auch die Löbtauer Abwehrformation nicht zu. Dem neutralem Beobachter war also schnell klar, dass das Spiel wohl durch individuelle Fehler entschieden werden würde. Und eben diesen einen machte sich “Schummelschumann”, wie er von seinen treusten Gesinnungssympathisanten liebevoll genannt wird, zu Nutzen.
Die Abwehr der Gäste kann in der 42. Minute einen Pass von Reitmeyer auf dem am Sechzehner lauernden Schumann nicht unterbinden, eins zwei Haken inklusive Drehungen, die man so sonst nur in der rhythmischen Sportgymnastik begutachten kann, präziser und sehenswerter Abschluss “nach hinten fallend” - Tor!!!!
Das man aber über 45 Minuten konzentriert bleiben muss, war den wohl noch jubelnden Kosmopoliten
schnell klar, denn Weixdorf schüttelte den Schock alsbald ab. Noch in der Nachspielzeit der 1. Hälfte kamen die Pordzik-Schützlinge zu Ihrer klarsten Gelegenheit im gesamten Spiel, welche aber von Torhüter Ringo Groß mit halsbrecherischen Einsatz und Lars Röher auf der Linie stehend, vereitelt wurde.
Das Geschehen im zweiten Spieldurchgang ist schnell erzählt. Weixdorf machte immensen Druck um den Ausgleich zu erzielen - Löbtau hielt dagegen. Zu lukrativen Chancen kamen die Gäste dabei jedoch nicht, da viele Angriffe durch den zentral postierten Rene Reitmeyer bereits unterbunden wurden. Vorbildlich wie er über das gesamte Spiel gesehen ackerte und mit einem Krampf belohnt wurde. Und da der angehende Müller-Wohlfahrt seinen Körper wie aus dem “FF” zu kennen scheint, konnte mit einer gezielten Dehnungsmaßnahme etwaigen Ausfällen entgegen gewirkt werden (8+).
Sicher war das Treiben der Löbtauer Akteure nicht mehr von ruhmreichen Ansehen geprägt, zu diversen Kontern kamen sie dennoch. Und das leise und zugleich erhellende “Nou-Camp-Raunen” im “Monidrome” beim Torabschluss, setzte bei der goldenen Generation nochmals letzte Energiereserven für die Schlussphase frei. Leider blieb aber die konsequente Umsetzung der sich bietenden Räume ausbaufähig und so musste man bis zur 94. Minute hellwach bleiben, um den dreifach erlösenden Signalpfiff des souveränen Schiedsrichters wahrnehmen zu können.
Eins kann Übungsleiter (FH) Mathias Behr nach 180 gespielten Minuten ohne Gegentor früher als gedacht feststellen. Der komplette Defensiv-Verbund um Karsten Kaulfuß und Lars Röher hat bereits erstaunliche Frühform erlangt und war, komplettiert von einem unermüdlichem Rene Reitmeyer, erneut der Garant für den zweiten Sieg in Folge.
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