fussball


 

Erste Männer gegen Sachsenwerk 0:1

 

Schlecht gespielt, Unglücklich verloren – Tendenziell muss mehr kommen

 

Die Aufarbeitung der 1:0-Niederlage beim SV Sachsenwerk am vergangenem Samstag fällt schwer. Kurz zusammengefasst kann man feststellen, dass außer Torhüter Ringo Groß niemand an seine eigentliche Leistungsfähigkeit heran kam und folglich kein größeres Sicherheitsgefühl im Spiel der Blau-Weißen zu erkennen war. Nichts desto trotz gab es genügend Möglichkeiten das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden zu können. Was folgte war ein unnötiger Gegentreffer in der 85. Minute und die Erkenntnis - wer seine Chancen nicht nutzt, wird meist bitter bestraft.

Optimales Fußballwetter bei angenehmen 18° Außentemperatur, ein fein zu bespielendes grünes Geläuf an der Bodenbacher Str., ein Gegner der sich sicher noch mit Startschwierigkeiten in den Löchern der Dresdner Sparkassenliga befand und dann das…

…ein Spiel, über das man nun nicht gleich den Mantel des Schweigens legen muss, aber das den Erwartungen der eigenen Möglichkeiten zu keinem Zeitpunkt gerecht wurde. Wenn man schlussfolgernd von Trainingsleistungen innerhalb der letzten 14 Tage ausgeht, war die Niederlage zwar nicht erwartet, jedoch im Bereich der möglichen Umlaufbahn.

Von Beginn an wollte, konnte man aber dem Spiel seinen Stempel nicht aufdrücken. Denn was in den eigenen Reihen für eine druckvolle Anfangsphase benötigt wurde, nämlich ständige Laufbereitschaft um neue Anspielstationen zu schaffen, war meist nicht vorhanden.
Und wenn man sich im Ballbesitz befand stand noch ein weiterer Baustein für flüssiges Spiel im Wege, die gedankliche Frische und zeitweise Spielverlagerung, um den Gegner konditionell den Schneid abzukaufen. Summa Summarum eine erste Spielhälfte, die auf Seiten Löbtaus von wenig konstruktiven Spielgeschehen geprägt war und zu der sich noch viele unnötige Fouls auf beiden Seiten gesellten.

Sachsenwerk hingegen war im ersten Spielabschnitt deutlich präsenter, vor allem im Sturmzentrum. Immer wieder wirbelten die Angreifer der Gastgeber Löbtaus Defensivreihe mit einfachem Kreuzen oder Ausweichen auf die Außenpositionen so gründlich durcheinander, dass man sich zu diesem Zeitpunkt nur bei Torhüter Groß bedanken musste, nicht schon ins Hintertreffen geraten zu sein. Des Öfteren waren meist hohe Bälle der Sachsenwerker Verteidiger und emsiges Nachsetzen, aufgrund leidlicher Ballannahmen der Gäste, der Schlüssel zum Erfolg, den die Gastgeber dann aber nicht umdrehen konnten.

Löbtaus Chancen in Hälfte 1 kann man in einem Satz zusammenfassen. Zum einem war Dittmar, nach schöner Kopfballverlängerung von Topf, einen Schritt zu spät am Ort des Geschehens, zum anderem fehlten Topf die letzten Körner auf seiner Reise in Richtung Strafraum.

Folglich war die Halbzeitansprache etwas deutlicher und die Schützlinge um Trainer Behr kamen zielstrebiger aus Gang 8, Tür 53. Aggressiver im Zweikampf, zielstrebiger zum Torabschluss, was noch fehlte war ein systematischer Spielaufbau.

Doch auch ohne diesen kam man zu Chancen, welche man dann aber auch verwerten muss. Reitmeyer, zu zögerlich im Abschluss und Röher, per Heber Millimeter über den Kasten der Gastgeber, hätten da für die Führung sorgen müssen. Sachsenwerk, den man den Substanzverlust Mitte der 2. Hälfte anmerken konnte, begnügte sich nun noch deutlicher mit hohen Bällen, die jedoch immer eine gewisse Gefahr aufwarten ließen. Die größte Möglichkeit des SV parierte dann wiederum Groß, der sich nach einer Unachtsamkeit von Mirko Laspe völlig allein stehend mit einem Gegenspieler konfrontiert sah.

Kurze Zeit später die Riesengelegenheit für Reitmeyer, den Sack zu zu machen. Doch sein Schuss aus gut 11 Metern hat leider nur das aluminiumhallende Geräusch des Querbalken zur Folge. Und in einer Phase, wo beide Seiten versuchten das Spiel zu Ihren Gunsten zu entscheiden, machten die Gäste den einen taktischen Fehler mehr, indem sie ihr Defensivspiel unweit der Mittellinie verlagerten. Das Fazit der sicher unbewussten „Maßnahme“ resultierte in einem Konter der Hausherren, den sie klug ausgespielt zum goldenem Tor nutzen konnten!

Löbtaus letztes Aufbäumen spiegelte sich, abgesehen vom Willen, nur noch in einem Schuss von Röher wieder, der aber, wie sollte es an so einem Tag auch anders sein, nur knapp das gegnerische Gehäuse verfehlte.

Somit pfiff der solide auftretende Schiedsrichter das Spiel ca. 3 Minuten (aufgrund diverser Verletzungsunterbrechungen) zu früh ab und Löbtau blieb eine weitere Erkenntnis nicht erspart. Wenn man so ein Spiel schon nicht gewinnen kann, muss man es zumindest ohne Gegentor, sprich 0:0 gestalten.

In den goldenen Glanz der selbigen Generation ist eine Feinunze Silbern hinein geraten. Das gute am Fußballspiel ist aber, dass man solche Irritationen am nächsten Wochenende wieder ausbügeln kann. (RD)